Selbstverwaltung: Lohnt sich das?

Eine professionelle Hausverwaltung kostet je nach Leistungsumfang 3–8 % der Nettomiete — bei einer 1.000-€-Wohnung also 30–80 € im Monat oder 360–960 € im Jahr. Für Vermieter mit 1–2 Wohnungen erscheint Selbstverwaltung verlockend. Aber: Es ist zeitaufwendiger als gedacht, und Fehler können teuer werden.
Was Selbstverwalter können müssen
- Mieterauswahl: Bonität prüfen, Selbstauskunft, SCHUFA, Einkommensnachweise
- Mietvertrag aufsetzen: Aktuellen rechtssicheren Standardvertrag nutzen (Mieterverein-Verträge oder juristische Quellen)
- Nebenkostenabrechnung: Jährlich erstellen, fristgerecht (12 Monate nach Abrechnungsjahr), alle umlagefähigen Kosten korrekt zuordnen
- Mieterhöhungen: Korrekt nach Mietpreisspiegel oder Vergleichsmiete begründen
- Instandhaltung koordinieren: Handwerker beauftragen, Kosten überwachen
- Kommunikation mit Mietern: Schriftlich, sachlich, rechtssicher
- Steuerliche Dokumentation: Alle Einnahmen und Kosten für die Steuererklärung
Hilfsmittel für die Selbstverwaltung
- Vermietersoftware: Landlord, Immoware24, WinVerwaltung — für Abrechnung und Dokumentation
- Steuerberater: Für die jährliche Einkommensteuererklärung (Anlage V)
- Mieterverein / Vermieterverband: Als Mitglied Rechtsfragen klären
- Standardverträge: Haus- und Grundbesitzerverein bietet aktuelle Musterverträge
Ab wann lohnt ein professioneller Verwalter?
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| 1–2 Einheiten, Wohnort nahe Objekt | Selbstverwaltung möglich |
| 3–5 Einheiten, Vollzeitjob | Grenzbereich — Kosten-Nutzen prüfen |
| 5+ Einheiten oder weiter entfernt | Verwalter empfehlenswert |
| Konfliktreiche Mieter oder Sonderlagen | Profi einstellen |
Was eine professionelle Hausverwaltung kostet und leistet: Hausverwaltung: Kosten und Aufgaben. Zur Nebenkostenabrechnung: Nebenkostenabrechnung erstellen und prüfen.