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Energieausweis Klassen: Was A+ bis H bedeuten und wie sie den Immobilienwert beeinflussen

Der Energieausweis zeigt mit Buchstaben A+ bis H, wie energieeffizient eine Immobilie ist. Was die Klassen bedeuten, welche Kosten entstehen und wie stark sie den Wert beeinflussen.

Energieausweis Klassen: Was A+ bis H bedeuten und wie sie den Immobilienwert beeinflussen

Was zeigt der Energieausweis?

Energieausweis Klassen: Was A+ bis H bedeuten und wie sie den Immobilienwert beeinflussen

Der Energieausweis dokumentiert den energetischen Zustand einer Immobilie. Er zeigt, wie viel Energie pro m² Wohnfläche jährlich verbraucht wird (kWh/m²a) — entweder als Bedarfsausweis (berechnet) oder Verbrauchsausweis (gemessen).

Wie wir in unserem Artikel zur Energieausweispflicht erklärt haben, ist er seit 2014 beim Verkauf und bei der Vermietung Pflicht.

Die Energieeffizienzklassen im Überblick

KlasseEnergiebedarf (kWh/m²a)BeschreibungGebäudetyp typisch
A+unter 30Exzellent / PassivhausNeubau KfW 40
A30–50Sehr gutNeubau GEG-Standard 2023
B50–75GutSanierter Altbau, Neubau bis 2015
C75–100BefriedigendTeilsanierter Altbau
D100–130AkzeptabelAltbau mit Basisdämmung
E130–160MäßigAltbau teilweise unsaniert
F160–200SchlechtAltbau weitgehend unsaniert
G200–250Sehr schlechtAltbau kaum saniert
Hüber 250UngenügendAltbau unsaniert, vor 1960

Wie stark beeinflusst die Energieklasse den Immobilienwert?

Aktuelle Studien zeigen klare Preisunterschiede:

  • Klasse A/B vs. Klasse F/G: Preisunterschied 10–20 % bei vergleichbaren Objekten
  • Jede Klasse niedriger: Im Schnitt −2 bis −4 % Kaufpreis
  • GEG-Sanierungspflicht (F/G → mind. E bei Eigentümerwechsel): Käufer kalkulieren Sanierungskosten ein

Was bedeutet das GEG 2024/2025 für F-G-Immobilien?

  • Ab 2028: Beim Verkauf von Häusern mit Klasse F oder G → Sanierungspflicht innerhalb 2 Jahre nach Kauf
  • Gilt für EFH — bei ETW liegt die Pflicht bei der WEG
  • Sanierungskosten: 30.000–80.000 € je nach Ausgangszustand
  • Vorteil: BEG-Förderung (BAFA/KfW) bis zu 70 % der förderfähigen Kosten

Bedarfsausweis vs. Verbrauchsausweis: Was ist besser?

  • Bedarfsausweis: Bauphysikalisch berechnet. Unabhängig vom Nutzungsverhalten. Teurer (200–500 €), aber objektiver
  • Verbrauchsausweis: Basiert auf Heizkostenabrechnungen (3 Jahre). Billiger (100–200 €), aber vom Bewohnerverhalten abhängig
  • Empfehlung: Bei Kauf immer Bedarfsausweis bestehen — zeigt den echten energetischen Zustand

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