Die Niedrigzinsphase 2014–2022: Preisexplosion

Von 2014 bis 2022 stiegen Immobilienpreise in deutschen Großstädten im Schnitt um 80–150 %. München legte von ca. 5.000 €/m² auf über 10.000 €/m² zu. Berlin von ca. 2.500 auf über 6.000 €/m². Haupttreiber: Niedrige Zinsen (EZB-Leitzins 0 %) und hohe Nachfrage durch Urbanisierung.
Der Zinsschock 2022–2023
EZB erhöhte Leitzins von 0 auf 4,5 % in 18 Monaten. Ergebnis: Kaufpreise sanken 2022–2023 um 5–15 % je nach Region. Transaktionsvolumen halbierte sich. Viele Käufer zogen sich zurück.
Stabilisierung 2024–2026
Sinkende Zinsen + anhaltender Wohnungsmangel → leichte Erholung. Stand 2026: Preise auf dem Niveau von ca. 2021. Langfristiger Trend (10 Jahre): immer noch +70–100 % in den meisten Großstädten.
Lehren für Investoren
- Langfristige Haltedauer schützt vor kurzfristigen Schwankungen
- Lage schlägt alles — A-Städte erholen sich immer
- Zinsbindung gibt Planungssicherheit